Melodies of Vana'diel

Diese Serie "Melodies of Vana'diel" beschreibt keinen Inhalt des Spiels zu Final Fantasy XI.
Es ist eher ein Erfahrungsbericht in anderer Form für dieses Spiel.

In Vana'diel bin ich unterwegs als "Sevengamer" früher besser bekannt als "BlueLove".

- Meet me up in Vana'diel -

1.1 Melodies of Vana'diel

Kapitel 1.2 - 30.000 Gil und ein Fisch

"Wie? Ihr verkauft keine Möbel..?"
"Wir sind ein Geschäft für Ausrüstung, dort vorne gibt es nur Waffen und hinter mir Gegenstände und Utensilien. In Windurst gibt es keinen Händler für Einrichtungen. Wenn nicht nach San d'Oria direkt reist wirst du auch kaum jemanden finden der dir etwas derartige Verkaufen kann. Versuch es doch im Auktionshaus."
"Auktionshaus? Was?"
"Na die großen Gebäude mit den Schaltern. Dort verkaufen andere was sie so haben und nicht mehr wollen. Oder um Gil eben zu verdienen. Sag bloß du bist in den Windurst-Wäldern oder in den Windurst-Mauern einfach daran vorbei gelaufen. Warum überseht ihr das eigentlich immer." "Und da bekomme ich endlich eine Schlafstätte? Bett, Decke..."
"Wenn du genug Gil hast schon. Deiner Kleidung nach aber wohl eher nicht... Nun schau nicht so. Du bist neu hier oder? Wie alle anderen anfangs wirst auch kaum etwas besitzen."
"Wieviel...?"
"Zwanzig, vielleicht dreißigtausend."
"... ..."
"... Brauchst du noch etwas anderes?"
"Danke, ich sollte lieber gehen."

Dreißigtausend Gil. Seit gestern besitze ich gerade mal eintausend davon.
Die Verrückte von gestern hat mir achthundert zugesteckt.
Aber Dreißigtausend. Das ist überwältigend viel...

"Verkauf etwas im Auktionshaus was jeder gebrauchen kann."

Die Worte der Händlerin klingen noch nach.
Aber ich hab nichts... was, wie...
Etwas das jeder gebrauchen kann...

Mit gesenktem Kopf, bleibe inmitten eines großen Platzes stehen.
Leute ziehen an mir vorbei.
"Das Konsulat von Bastok"
Hilfreich ist das gerade nicht.

Es ist bald Mittag und die Sonne steht hoch über mir, mitten im Windurster Hafen.
Im Schatten der Warenhäuser raste ich ein wenig.
Eintausend Gil ungläubig starre ich in den Beutel.
Mein Hinterkopf knallt gegen eine der hölzernen Wände, während meine Augen den Himmel absuchen.

Ich bin so müde...

Nicht weit vo nmir steht ein Schild.

"Anlegestelle der Fischhändler"
"Fischerzunft"

Äh, okay. Ich nehme das mal als Zeichen.
Dann mal auf, vom Herumsitzen wird der Beutel auch nicht voller.

"Argh! Ich bin es wirklich leid! Auf dem offenen Meer ist meine Heimat, stattdessen sitze ich hier fest..."

Einzelne Fliegen umkreisen den bärigen Galka mit dem scharfen Messer.
Nebst den Fischinnereien auf dem Boden und trocknenden, fertigen Filets in der Sonne.

"Wenn du keinen Fisch kaufen willst, dann mach, dass du Land gewinnst! Das hierrrr ist die Zunft der Fischerrr und kein Vergüngsparrrk!"

"Thubu Parohren - sie ist die Zunfmeisterin hier."
Der Tonfall des Galka ist ruhig, schon fasst amüsiert.

Die Mithra legt ihre Ohren nach vorne als ich mich zu ihr umdrehe um mich zu erklären.
Ungeduldig wippt sie mit dem Fuß auf und ab während ihr Schweif wild ausschlägt.

"Ha ha! Ein Abenteurrrerrrr, was? Wärrre ich auch geworrrden, gäbe es meinen alten Herrrn noch. Aberrr nun ist es eben so! Alles also in kürrrze... Wirrr, sind nicht wie die anderen Zünfte, wirrr nutzen keine Krrrristalle, wirrr stellen nichts her... Hierrr verdienst du deinen Lebenunterrrhalt mit ehrrrlichem Fischfang. Wirrr verkaufen Angelrrruten und Inforrrmationen über die besten Fischgrrründe."

Sie dreht sich um, hält aber nochmal inne.

"Wenn du einen Fang hast, brrring ihn vorrrbei. Wirrr messen und wiegen ihn dann. Frag die anderen hierrr falls du noch was brrrauchst."

Hinter mir klatschen erneut Innereien auf den Boden.
Der Geruch ist wahrlich nichts woran man sich auf die Schnelle gewöhnt.

Okay. Bin ich nun dabei oder nicht?

"Angel und Köder gibts bei Babubu auf dem Boot."
"Degong! Wenigerrr rrreden, mehrrr Fische schneiden!"
"Aye! ..."