Der Schutzgott des Meeres Leviathan: Unterschied zwischen den Versionen

(Die Seite wurde neu angelegt: „<h2>Leviathan</h2> Aus den Vana'diel Tribune I - Legends of the Constellations (25. April 2003) <h4>Leviathan, der Schutzgott des Meeres</h4> In der goldenen Ära der Alten verbanden riesige Schiffe die Länder der Welt miteinander. Allerdings verschwanden auf mysteriöse Weise viele Schiffe, die auf dem Gugru-Meer ihre Rückreise antraten, was viele Menschen schockierte. Unter Seefahrern verbreitete sich das Gerücht, dass die große Seeschlan…“)
 
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<h4>Leviathan, der Schutzgott des Meeres</h4>
<h4>Leviathan, der Schutzgott des Meeres</h4>


In der goldenen Ära der Alten verbanden riesige Schiffe die Länder der Welt miteinander.
Vor langer Zeit gab es eine Ära, in der riesige Segelschiffe die Länder miteinander verbanden und großen Wohlstand brachten.


Allerdings verschwanden auf mysteriöse Weise viele Schiffe, die auf dem Gugru-Meer ihre Rückreise antraten, was viele Menschen schockierte. Unter Seefahrern verbreitete sich das Gerücht, dass die große Seeschlange Leviathan sie vor der großen Störung, die sie im Meer verursachten, warnen wollte. So wandten sich viele vom Reisen auf diesen Schiffen ab, und Panik schlich sich langsam in die Herzen vieler Menschen ein.
Doch eines Tages begannen die Segelschiffe, die auf dem Gugru-Meer hin- und herfuhren, auf mysteriöse Weise zu verschwinden, was die Menschen in Schrecken versetzte. Unter den Seeleuten verbreitete sich das Gerücht, dass „die legendäre Seeschlange Leviathan die Menschen warnte, die das Meer beunruhigten“, und sie begannen, sich davor zu fürchten, auf diesen Schiffen zu fahren.


Auf der Insel, die als Zwischenstation zwischen den beiden beliebtesten Häfen diente, lebten viele Händler und Kaufleute. Aus Angst, dass der Handel stark beeinträchtigt würde, schickten sie zahlreiche Söldner und Piraten aus, um diese mysteriöse Bedrohung zu unterdrücken. Allerdings kreisten diese oft nur um die Küste herum, brachten Krokodilhaut mit und logen darüber, wie sie den gefürchteten Leviathan besiegt hatten. Verständlicherweise wurde das Problem damit nicht gelöst.
Die Händler des Inselstaates, der als Zwischenstation auf dem Gugru-Meer florierte, fürchteten, dass der Handel zum Erliegen kommen würde, und heuerten wiederholt Söldner und Piraten an, um eine Truppe zur Bekämpfung des Ungeheuers zu entsenden. Allerdings kreisten diese nur in der Nähe der Küste und kehrten dann zurück, manchmal brachten sie Krokodilhaut mit und behaupteten fälschlicherweise, sie hätten Leviathan besiegt, wodurch das Problem natürlich nicht gelöst wurde.


Nach vielen frustrierenden Versuchen heuerte man schließlich einen Mann namens Veydal an, einen ehemaligen Admiral. Bekannt als der „Einäugige Dämon“ war Veydal ein berüchtigter Kriegsheld; jedoch begann er mit der Zeit ein eher zurückgezogenes Leben als Fischer zu führen. Obwohl er anfangs kein Interesse daran zeigte, den verzweifelten Wunsch der Händler zu erfüllen, wurde er durch die Worte seiner Frau (mit der er seit vielen, vielen Jahren verheiratet war) ermutigt, und in seinem verbleibenden Auge schien ein Funke des Abenteuergeistes seiner Jugend zurückgekehrt zu sein.
Die Händler setzten schließlich ihre letzte Hoffnung auf Veydal, einen ehemaligen Admiral. Veydal, der als „einäugiger Dämon“ gefürchtet wurde, war ein kampferprobter Held, doch inzwischen war er alt geworden und lebte zurückgezogen am Meer, um dort zu angeln. Anfangs zeigte er kein Interesse an den Bitten der Händler, doch durch ein einziges Wort seiner ebenfalls gealterten Frau kehrte der Glanz seiner Jugend in sein einziges Auge zurück.


„Es ist doch wunderbar, immer noch etwas zu haben, das nur du tun kannst, oder?“ sagte sie.
„Ist es nicht wunderbar, dass es noch etwas gibt, was nur du tun kannst?“ sagte sie.


Die Nachricht von der Annahme der Mission durch den legendären Admiral verbreitete sich schnell und weckte den Mut und die Entschlossenheit vieler Seeleute (von denen viele in den letzten Monaten schon bei der bloßen Erwähnung des Meeres in Angst gerieten).
Die Nachricht, dass der tapfere General sich erhoben hatte, verbreitete sich in Windeseile und brachte den vielen Seeleuten, die Angst bekommen hatten, neuen Mut.


Es dauerte nicht lange, bis Veydal eine Flotte der fünf besten Schiffe der Stadt zusammenstellte und sich auf den Weg machte. An Bord waren einige von Veydals ehemaligen Besatzungsmitgliedern, die ihn zutiefst bewunderten, und mehrere junge Seeleute, die von den mutigen Taten gehört hatten, die er in seiner Blütezeit vollbracht hatte. Aus dieser Menge wählte Veydal den Mann, den er seit seiner Kindheit aufgezogen hatte, zu seinem ersten Maat, weil er ihn für tugendhaft hielt.
Bald stellte Veydal eine Flotte aus fünf Galeerenschiffen zusammen und stach in See. An Bord befanden sich einige seiner früheren Untergebenen, die ihn verehrten, sowie junge Seeleute. Unter ihnen wählte Veydal als seinen Ersten Offizier einen Mann aus, den er in seiner aktiven Zeit sorgfältig ausgebildet hatte.


Mehrere Tage vergingen. Unter Veydals sorgfältiger Anleitung begann die Flotte schließlich vom üblichen Handelsweg abzuweichen. Innerhalb weniger Minuten stießen die Schiffe auf einen schockierenden Anblick.
Nach einigen Tagen führte Veydal die Flotte unter seinen Anweisungen in ein Gebiet abseits der üblichen Handelsroute, und dort machten sie eine schockierende Entdeckung.


Während man dachte, dass alle Handelsschiffe gesunken seien, sah die Besatzung nun ein Feld von gestrandeten Booten – völlig intakt – auf dem Ozean treiben.
Was sie sahen, war der Anblick unzähliger Segelschiffe, die man für gesunken gehalten hatte, die jedoch unbeschädigt auf dem Meer trieben. Bei näherem Hinsehen bemerkten sie, dass riesige, rebenartige Pflanzen sich um die Schiffsrümpfe geschlungen hatten. Die Händler hatten aus Sicherheitsgründen die Route verkürzt und waren so in dieses Schlamassel geraten. Veydal, der wusste, dass in dieser Gegend zu dieser Jahreszeit eine marine Morbol-Unterart brütet, hatte dies von Anfang an vermutet.


Bei näherer Betrachtung konnte man erkennen, dass riesige Wurzeln viele der Schiffsrümpfe umschlossen. Veydal hatte keinen Zweifel: Geizige Händler (die wissentlich die Sicherheit ihrer Besatzungen riskierten) mussten den Befehl gegeben haben, die Handelsroute zu verlassen und eine gefährliche Abkürzung zu nehmen, in der Hoffnung, die Reisezeit und Arbeitskosten zu senken. Veydal, der aus früheren Erfahrungen wusste, dass dies die Brutzeit der Meeresmorbols war, hatte so etwas seit Beginn der Reise vermutet.
Da keine Überlebenden gefunden wurden und das Ziel, Leviathan zu besiegen, verloren war, nahm die Flotte Kurs auf ihren Heimathafen. Doch in jener Nacht ereignete sich ein Vorfall. Steuerbord der Flotte tauchten unzählige Objekte auf, die wie kleine Inseln aussahen und parallel zur Flotte verliefen. Einer der Wachmänner rief aus:


Da sie keine Überlebenden fanden, verlor die Gruppe, die ursprünglich Leviathan unterdrücken wollte, ihr Ziel vollständig. In dieser Nacht, während sie auf dem Rückweg zum Heimathafen waren, ereignete sich ein besonderes Ereignis. Rechts von der Flotte erschienen mehrere Objekte, die kleinen Inseln ähnelten und in einem einheitlichen Rhythmus nahe der Wasseroberfläche liefen. Einer der Wachmänner rief schnell:
„Leviathan!“


„Es ist Leviathan!“
Ein riesiger Körper, der sich über Dutzende von Yalm erstreckte, und Schuppen, die in einem schwachen, bläulichen Schimmer leuchteten – es war ohne Zweifel die legendäre Seeschlange. Während die Seeleute noch zögerten, ertönte sofort ein Angriffsbefehl.


Mit einem riesigen Körper und Schuppen, die in einem mysteriösen, blassen Blau leuchteten, tauchte die Schlange auf.
Es war nicht Veydal, sondern die Stimme des Ersten Offiziers. Der neidische Erste Offizier, der Veydals militärische Erfolge beneidete, wollte um jeden Preis eine Heldentat vollbringen.


Während die Besatzung in einem erschütterten Dämmerzustand stand, befahl eine Stimme ohne Verzögerung einen Angriff.
Als Veydal versuchte, ihn zu stoppen, war es bereits zu spät. Unzählige Harpunen wurden auf Leviathan abgefeuert. Wütend über diesen hinterhältigen Angriff stürzte sich die Seeschlange auf die Flotte, und ein Kampf auf Leben und Tod begann.


Die Stimme, die den Angriff befahl, war nicht die von Veydal, sondern die seines ersten Maats. Neidisch auf Veydals ruhmreiche Militärkarriere wollte er ebenfalls seinen Namen in die Geschichte eintragen. Veydal war zu spät, um ihn aufzuhalten, und eine Salve von Harpunen wurde auf Leviathan abgefeuert. Wütend über diesen heimtückischen Angriff stürzte sich Leviathan auf die Seeleute und löste einen Kampf auf Leben und Tod aus.
Trotz Veydals präziser Anweisungen wurden die Galeerenschiffe eines nach dem anderen von der Seeschlange versenkt. Schließlich, als nur noch das Flaggschiff auf dem Meer verblieb, gab er seinen letzten Befehl.


Trotz Veydals detaillierter Anweisungen fiel die Galeone der Schiffe nacheinander der großen Seeschlange zum Opfer. Als nur noch ein Schiff übrig war, gab er seine letzten Anweisungen.
Der entscheidende Befehl war ein Angriffsbefehl. Das Schiff stieß mit seinem Rammsporn tief in Leviathans ungeschützte Kehle. Doch Leviathan tobte weiter. Veydal, der zum Bug des Schiffes eilte, zog sein Schwert und sprang auf den riesigen Kopf von Leviathan und rief aus:


In diesen Momenten befahl Veydal einen Angriff auf Leviathan. Als sie mit dem Schiff den ungeschützten Hals von Leviathan rammten, wurde das Schiff heftig durchgerüttelt. Immer noch in blinder Wut begann Leviathan, die Flotte unerbittlich zu zertrümmern. Veydal, der auf dem Bug stand, zog dann sein Schwert, sprang in den Himmel und landete auf Leviathans Kopf. Als er die volle Aufmerksamkeit des Gottes auf sich hatte, rief Veydal:
„Schutzgott des großen Meeres! Ich entschuldige mich für die Torheit, die dich beleidigt hat, und opfere mein altes Leben. Bitte, stille deinen Zorn und verschone das Leben meiner Männer.


„Schutzgott des großen Meeres! Ich entschuldige mich für die große Beleidigung, die meine Besatzungsmitglieder begangen haben. Ich bitte Sie, Ihren Zorn zu stillen und ihre Leben zu verschonen. An ihrer Stelle biete ich Ihnen mein eigenes an.
Während Leviathan versuchte, Veydal abzuschütteln, sanken beide zusammen auf den Meeresgrund.


Leviathan, der versuchte, Veydal abzuschütteln, stürzte zusammen mit ihm in die Tiefen des Meeres.
Einige Tage später kehrte das stark beschädigte Flaggschiff schließlich in den Hafen zurück. Der Erste Offizier, der als neuer Held empfangen wurde, verbreitete das Gerücht, dass Veydal vor Angst geflohen sei, und nahm die Lorbeeren und den Ruhm für sich in Anspruch.


Nachdem mehrere Tage vergangen waren, kehrte die schwer beschädigte Flotte in ihren Inselhafen zurück. Veydals erster Maat, der als Held empfangen wurde, verbreitete das Gerücht, dass Veydal aus Angst davongelaufen sei. Darüber hinaus machte er Veydals heldenhafte Taten zu einem Teil seines eigenen Ruhmes.
Am Tag nach der glanzvollen Parade zu Ehren des Ersten Offiziers wurde der riesige Kadaver der Seeschlange an den Strand gespült. Das einfache Schwert, das zwischen ihren Augenbrauen steckte, war offensichtlich nicht das des Ersten Offiziers, was zu allerlei Spekulationen führte.


In dieser Nacht wurde ihm zu Ehren eine prächtige Parade veranstaltet. Bei Festen und Tänzen bis in die frühen Morgenstunden erzählte der erste Maat unzählige Male die Geschichte von seiner mutigen Schlangenbezwingung.
Doch warum schwamm der schwer verletzte Leviathan so weit bis ans Ufer? Nur Veydals gealterte Frau und ein paar alte Kameraden verstanden die ganze Wahrheit.


Am nächsten Morgen wurde Leviathans Körper an der Inselküste angespült. In der Mitte seines Kopfes steckte ein einfaches Schwert, das mit Blut bedeckt war. Die Tatsache, dass die Klinge nicht dem ersten Maat gehörte, war für jeden offensichtlich. Von diesem Moment an rätselten viele über die Identität des Besitzers. Gerüchte und Debatten über den wahren Besitzer des Schwertes wurden verbreitet, als die Dorfbewohner Tag für Tag miteinander sprachen.
Die Göttin, die das Meer seit jeher beobachtete, ehrte Veydal, der sein Leben geopfert hatte, um seine Männer zu retten, und Leviathan, der seinen guten Gegner rehabilitierte. Sie erhob beide in den Himmel und bewahrte ihre heldenhaften Gestalten am Firmament.
 
Aber eine Frage blieb in den Herzen der Stadtbewohner: Warum schwamm der schwer verwundete Leviathan bis an die Küste?
 
Die Einzigen, die die ganze Wahrheit verstanden, waren die Frau des Generals und Veydals langjährige Schiffskameraden.
 
Die Göttin, die das Meer seit Anbeginn der Zeit aus der Ferne beobachtet hatte, rief Veydal, den Mann, der sein Leben für seine Kameraden opferte, und seinen würdigen Gegner Leviathan – dessen starker Wille zur Gerechtigkeit ihn dazu veranlasste, Veydals Ehre wiederherzustellen – in den Himmel, wo sie für immer als Helden bleiben sollten.

Aktuelle Version vom 19. September 2024, 12:19 Uhr

Leviathan

Aus den Vana'diel Tribune I - Legends of the Constellations (25. April 2003)

Leviathan, der Schutzgott des Meeres

Vor langer Zeit gab es eine Ära, in der riesige Segelschiffe die Länder miteinander verbanden und großen Wohlstand brachten.

Doch eines Tages begannen die Segelschiffe, die auf dem Gugru-Meer hin- und herfuhren, auf mysteriöse Weise zu verschwinden, was die Menschen in Schrecken versetzte. Unter den Seeleuten verbreitete sich das Gerücht, dass „die legendäre Seeschlange Leviathan die Menschen warnte, die das Meer beunruhigten“, und sie begannen, sich davor zu fürchten, auf diesen Schiffen zu fahren.

Die Händler des Inselstaates, der als Zwischenstation auf dem Gugru-Meer florierte, fürchteten, dass der Handel zum Erliegen kommen würde, und heuerten wiederholt Söldner und Piraten an, um eine Truppe zur Bekämpfung des Ungeheuers zu entsenden. Allerdings kreisten diese nur in der Nähe der Küste und kehrten dann zurück, manchmal brachten sie Krokodilhaut mit und behaupteten fälschlicherweise, sie hätten Leviathan besiegt, wodurch das Problem natürlich nicht gelöst wurde.

Die Händler setzten schließlich ihre letzte Hoffnung auf Veydal, einen ehemaligen Admiral. Veydal, der als „einäugiger Dämon“ gefürchtet wurde, war ein kampferprobter Held, doch inzwischen war er alt geworden und lebte zurückgezogen am Meer, um dort zu angeln. Anfangs zeigte er kein Interesse an den Bitten der Händler, doch durch ein einziges Wort seiner ebenfalls gealterten Frau kehrte der Glanz seiner Jugend in sein einziges Auge zurück.

„Ist es nicht wunderbar, dass es noch etwas gibt, was nur du tun kannst?“ sagte sie.

Die Nachricht, dass der tapfere General sich erhoben hatte, verbreitete sich in Windeseile und brachte den vielen Seeleuten, die Angst bekommen hatten, neuen Mut.

Bald stellte Veydal eine Flotte aus fünf Galeerenschiffen zusammen und stach in See. An Bord befanden sich einige seiner früheren Untergebenen, die ihn verehrten, sowie junge Seeleute. Unter ihnen wählte Veydal als seinen Ersten Offizier einen Mann aus, den er in seiner aktiven Zeit sorgfältig ausgebildet hatte.

Nach einigen Tagen führte Veydal die Flotte unter seinen Anweisungen in ein Gebiet abseits der üblichen Handelsroute, und dort machten sie eine schockierende Entdeckung.

Was sie sahen, war der Anblick unzähliger Segelschiffe, die man für gesunken gehalten hatte, die jedoch unbeschädigt auf dem Meer trieben. Bei näherem Hinsehen bemerkten sie, dass riesige, rebenartige Pflanzen sich um die Schiffsrümpfe geschlungen hatten. Die Händler hatten aus Sicherheitsgründen die Route verkürzt und waren so in dieses Schlamassel geraten. Veydal, der wusste, dass in dieser Gegend zu dieser Jahreszeit eine marine Morbol-Unterart brütet, hatte dies von Anfang an vermutet.

Da keine Überlebenden gefunden wurden und das Ziel, Leviathan zu besiegen, verloren war, nahm die Flotte Kurs auf ihren Heimathafen. Doch in jener Nacht ereignete sich ein Vorfall. Steuerbord der Flotte tauchten unzählige Objekte auf, die wie kleine Inseln aussahen und parallel zur Flotte verliefen. Einer der Wachmänner rief aus:

„Leviathan!“

Ein riesiger Körper, der sich über Dutzende von Yalm erstreckte, und Schuppen, die in einem schwachen, bläulichen Schimmer leuchteten – es war ohne Zweifel die legendäre Seeschlange. Während die Seeleute noch zögerten, ertönte sofort ein Angriffsbefehl.

Es war nicht Veydal, sondern die Stimme des Ersten Offiziers. Der neidische Erste Offizier, der Veydals militärische Erfolge beneidete, wollte um jeden Preis eine Heldentat vollbringen.

Als Veydal versuchte, ihn zu stoppen, war es bereits zu spät. Unzählige Harpunen wurden auf Leviathan abgefeuert. Wütend über diesen hinterhältigen Angriff stürzte sich die Seeschlange auf die Flotte, und ein Kampf auf Leben und Tod begann.

Trotz Veydals präziser Anweisungen wurden die Galeerenschiffe eines nach dem anderen von der Seeschlange versenkt. Schließlich, als nur noch das Flaggschiff auf dem Meer verblieb, gab er seinen letzten Befehl.

Der entscheidende Befehl war ein Angriffsbefehl. Das Schiff stieß mit seinem Rammsporn tief in Leviathans ungeschützte Kehle. Doch Leviathan tobte weiter. Veydal, der zum Bug des Schiffes eilte, zog sein Schwert und sprang auf den riesigen Kopf von Leviathan und rief aus:

„Schutzgott des großen Meeres! Ich entschuldige mich für die Torheit, die dich beleidigt hat, und opfere mein altes Leben. Bitte, stille deinen Zorn und verschone das Leben meiner Männer.“

Während Leviathan versuchte, Veydal abzuschütteln, sanken beide zusammen auf den Meeresgrund.

Einige Tage später kehrte das stark beschädigte Flaggschiff schließlich in den Hafen zurück. Der Erste Offizier, der als neuer Held empfangen wurde, verbreitete das Gerücht, dass Veydal vor Angst geflohen sei, und nahm die Lorbeeren und den Ruhm für sich in Anspruch.

Am Tag nach der glanzvollen Parade zu Ehren des Ersten Offiziers wurde der riesige Kadaver der Seeschlange an den Strand gespült. Das einfache Schwert, das zwischen ihren Augenbrauen steckte, war offensichtlich nicht das des Ersten Offiziers, was zu allerlei Spekulationen führte.

Doch warum schwamm der schwer verletzte Leviathan so weit bis ans Ufer? Nur Veydals gealterte Frau und ein paar alte Kameraden verstanden die ganze Wahrheit.

Die Göttin, die das Meer seit jeher beobachtete, ehrte Veydal, der sein Leben geopfert hatte, um seine Männer zu retten, und Leviathan, der seinen guten Gegner rehabilitierte. Sie erhob beide in den Himmel und bewahrte ihre heldenhaften Gestalten am Firmament.